Buch

Uprising – Amerikas neue Linke ist am 19. Februar 2022
im Klett-Cotta-Verlag erschienen.

Was ist in den USA passiert, dass dort immer vehementer der Kapitalismus in Frage gestellt wird? Wie kommt es, dass der Ruf nach einer Gesellschaft ohne Polizei und Gefängnisse lauter wird, dass visionäre Ideen wie der Green New Deal näher rücken? Und warum schließen sich junge Amerikaner*innen in Massen dem demokratischen Sozialismus an? In den Vereinigten Staaten hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine ideologische Blockade gelöst. Es ist eine Generation gewachsen, die andere Ansprüche an Politik hat, die direktere Formen der Demokratie verfolgt. Und zwar innerhalb, aber vor allem außerhalb der Parlamente. Der Journalist Lukas Hermsmeier spürt den Bewegungen von Occupy über Black Lives Matter bis zum Klima-Widerstand nach, ergründet so die Wiedergeburt der amerikanischen Linken und zeigt, was wir von ihren Ideen, Allianzen und Strategien lernen können.  

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“Das Bemerkenswerte an dieser atemberaubend geschriebenen Analyse der amerikanischen Gegenwart: Man begreift nicht nur die USA viel besser – sondern auch Deutschland.”
Samira El Ouassil

“Vor knapp zweihundert Jahren begründete Alexis de Tocqueville die Politikwissenschaft, indem er die Eindrücke seiner USA-Reisen für das europäische Publikum niederschrieb. Lukas Hermsmeiers packender Bericht führt die Leser*innen nun abermals an Orte, an denen der Quell der transatlantischen Revolutionen noch sprudelt. Das Buch ist unerlässlich, um die Gegenwart zu verstehen. Wer mag, dem wird es auch helfen, von der Zukunft zu träumen.”
Eva von Redecker

Pressestimmen

“Hermsmeiers Buch, das anschaulich und manchmal sogar reportagehaft geschrieben ist, besticht dadurch, dass der Autor die Sichtweise jener Menschen transportiert, die am vielzitierten American Dream kaum oder gar nicht teilhaben können. Hermsmeier hat viele linke Aktivisten selbst getroffen […]. So zeichnet der Autor, dessen Sympathien für die linke Sache nicht zu überlesen sind, ein durchaus auch hoffnungsvolles Bild der Zustände in den USA.”
Michael Meyer, Deutschlandfunk

“Lukas Hermsmeiers Debüt Uprising – Amerikas neue Linke fällt aus der Reihe. In dem Buch analysiert der Journalist die Anfänge und Ursachen der verschiedenen heutigen linken Bewegungen in den USA, gibt aber auch einen Ausblick darauf, ob diese auch für Deutschland Vorbilder sein könnten… Wer über die neue Linke in den USA bisher aber nichts oder kaum etwas wusste, weil abgesehen von einigen Einzelstars noch immer wenig über sie berichtet wird, lernt in Uprising einiges dazu.”
Johanna Soll, Spiegel Online

“[Hermsmeier] hat keinen Reportage-Band geschrieben, auch wenn einzelne Aktivisten ausführlich zu Wort kommen. Hermsmeier geht es um die politikwissenschaftlich grundierte Einordnung der Situation der Linken und ihrer strategischen Perspektiven, mit einem vergleichenden Blick auf Deutschland… In den lokalen Initiativen, die Hermsmeier beobachtete, entstünden „revolutionäre Beziehungsweisen“, die eine solidarischere Gesellschaft hervorbringen könnten – auch und gerade im Angesicht der immer stärker werdenden Rechten in den USA. Zu dieser Solidarität gehört der Wunsch nach Frieden, unter den Menschen und mit der Natur. Auch wenn das dieser Tage besonders weit in die Ferne rückt, bleibt es wichtig, davon zu erzählen.”
Frauke Steffens, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die thematische Klammer ist eine ‚Demokratisierung der Demokratie‘, in der die Menschen ihr gesellschaftliches Leben im Wortsinne der res publicsa tatsächlich zu ihrer Sache machen. Politik ist hier nicht mehr bloß und nicht einmal mehr zuerst das, was Parteien tun. Aus impulsiven Bewegungen und aktivistischen Netzwerken werden Themen gesetzt, Lösungen entwickelt, Bündnisse geschmiedet – und die wirken damit in die Institutionen zurück. Der zuletzt vielfach bedauerte Verlust an Utopie wird kreativ überwunden in den zahlreichen Kämpfen, die in der kurzen Spanne der letzten Dekade in den USA aufgeflammt sind.“
Raven Musialik, futurzwei

“Auch wenn Luxemburg nicht erwähnt wird, so ist es doch ihr Begriff der revolutionären Realpolitik, der sich wie ein Leitfaden durch ­Lukas Hermsmeiers Buch »Uprising – Amerikas neue Linke« zieht. Der Autor unterzieht darin die US-amerikanische Linke der vergangenen zehn Jahre einer Art Werkschau. Unterschiedliche Bewegungen, Allianzen und Ideen, von Occupy Wall Street über Black Lives Matter bis zu den Fürsprechern eines Green New Deal, werden porträtiert und darauf untersucht, wie sie mit ihrem jeweiligen Verständnis einer postkapitalistischen Gesellschaft die gegenwärtigen ökonomischen Strukturen und Machtverhältnisse herausfordern.”
Tobias Obermeier, Jungle World

“Mindestens bei all jenen, die sich beruflich mit den USA befassen, sollte Hermsmeiers Buch Pflichtlektüre werden. Aber auch allen anderen lege ich es ans Herz. Hermsmeiers profunde Kenntnis des Landes, in dem er seit acht Jahren lebt und als Journalist arbeitet, hilft, die USA besser zu verstehen. Für seine Recherche reiste Hermsmeier an die Orte des Geschehens und sprach mit Aktivistinnen und Aktivisten der verschiedenen Bewegungen.”
Stefan Liebich, IPJ Journal

“Der Autor, als Journalist vor Ort lebend, beherzigt das im Grundseminar der Politikwissenschaft zu lernende Prinzip: Die Bevölkerung eines Landes ist mit seiner politischen Führung nicht identisch; das gilt auch für eine westliche Massendemokratie […] Was die vom Autor vorgestellte amerikanische Neue Linke sympathisch macht, ist das offenbar fehlende Ticketdenken. Man reist politisch nicht nach dem Entweder-Oder-Prinzip.”
Peter Kern, Glanz&Elend

Interviews & Podcasts

Was können wir von Amerikas neuen Linken lernen? (Der Freitag)

Lukas Hermsmeier auf dem Blauen Sofa (ZDF)

“Hier tut sich sehr viel!” (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Von hier nach dort und zurück (nd)

Warum die Vereinigten Staaten ein Ort linker Inspiration sind (Dissens)

Die Sitzungswoche – Folge 28